FPÖ-Klubobmann Paul Dürnberger: Kein Erfolg, son-dern Spaltung – Keine Neuauflage der Altstadtsperre!
Utl: FPÖ-Klubobmann Dürnberger fordert Umdenken: „Keine Neuauflage der sinnlosen Kennzeichensperre, die Stadt Salzburg braucht ein Verkehrskonzept für alle“.
„Wir haben diese Regelung von Beginn an abgelehnt nicht nur, weil sie eine weitere einseitige Anti-Autofahrermaßnahme ist, sondern vor allem auch weil sie Salzburger aufgrund ihres Kennzeichens unterschiedlich behandelt. Eine Verkehrspolitik, die Salzburger aus dem Pinzgau, Pongau oder Lungau den Zugang zu ihrer Landeshauptstadt erschwert löst kein städtisches Verkehrsproblem, sondern schafft nur Spaltung und Konflikte“, erklärt Dürnberger.
„Nach zwei Monaten sind wesentliche Fragen weiterhin offen, etwa wie intensiv kontrolliert wurde und wie viele Verstöße tatsächlich festgestellt beziehungsweise geahndet wurden. Eine entsprechende Anfrage an das Büro der grünen Verkehrsstadträtin Anna Schiester ist von uns bereits eingebracht worden, wir warten noch auf die Antwort. Aus unserer Sicht muss genau geprüft werden, welchen Anteil die Sperre selbst an einer möglichen Veränderung des Verkehrsaufkommens hatte, eine einzelne Zahl ersetzt keine umfassende Analyse“, so Dürnberger.
„Dass Bürgermeister Auinger bereits wieder über eine Neuauflage spricht, trotz kaum spürbaren Erfolgs und massiver Spaltung des Landes, lässt aus unserer Sicht erkennen, dass sich die linke Stadtregierung weiterhin auf einer verkehrspolitischen Irrfahrt befindet“, so Dürnberger. „Salzburgs Verkehrsprobleme sind über Jahrzehnte gewachsen. Sie werden nicht dadurch gelöst, dass man zusätzliche Schilder aufstellt oder einzelne Zufahrten beschränkt.“
Stadt- und Landes-FPÖ fordern deshalb eine grundlegende verkehrspolitische Neuorientierung. Öffentlicher Verkehr, Rad- und Fußverkehr müssten ebenso berücksichtigt werden wie der motorisierte Individualverkehr. „Eine Landeshauptstadt muss erreichbar bleiben, für Bewohner, Pendler, Arbeitnehmer, Familien, Wirtschaftstreibende und Besucher. Verkehrspolitik muss die unterschiedlichen Bedürfnisse zusammenführen und darf sie nicht ständig gegeneinander ausspielen, daher braucht es keine Neuauflage der Kennzeichensperre!“, betont Dürnberger abschließend.